An was glaubst du?

Deine Glaubenssätze formen dein Leben. Sie setzen sich zusammen durch Erfahrungen, Handlungen deiner Mitmenschen und Vorbilder, deiner Kindheit, Emotionen und durch deine Gedanken. Alles was du glaubst, ziehst du in dein Leben. Egal ob gut oder schlecht.

Nehmen wir den Glaubenssatz „Ich bin nichts wert“.
Er zeigt sich in all deinen Lebenslagen. Du wirst in deiner Arbeit nicht geschätzt, sei es finanziell oder deine Mitarbeiter bzw Vorgesetzten behandeln dich von oben herab. Aufstiegsmöglichkeiten bieten sich kaum und wenn dann schnappt sie dir bestimmt jemand weg. Du hast das Gefühl, dass du es nicht wert bist erfolgreich zu sein.
Oder es zeigt sich auch in deinen Beziehungen. Menschen nutzen dich aus, dein Partner, deine Partnerin bringt dich ständig in Situationen, in denen du dich nicht behaupten kannst, du dich wertlos fühlst. Oder, wenn du Single bist, fühlst du dich nicht wert, in einer Beziehung zu sein (wenn du eine haben möchtest, vorausgesetzt).
Deine Gesundheit lässt auch zu wünschen übrig. Du empfindest dich nicht als so wertvoll, dass du dich um dich kümmern muss. Möchtest, dass es andere für dich tun: Doch dein Glaubenssatz hindert dich und andere daran.
Es ist ein Kreislauf der ohne Zutun kaum zu durchbrechen ist. Du denkst du seist wertlos, kommst in Situationen in denen du das präsentiert bekommst und festigst dadurch wieder deinen Glaubenssatz „Ich bin nichts wert“. Ziehst Situationen und Menschen wieder an, die dir genau das aufzeigen und so weiter und so weiter…

Du siehst also, dass deine Glaubenssätze der Schlüssel sind. Änderst du sie ins Positive, ändert sich auch dein gesamtes Leben.

Um sie aber gut zu verstehen und dann umwandeln zu können, müssen wir erkennen, woher sie eigentlich kommen. Viele haben ihren Sitz in der Kindheit. Du übernimmst zu 90 Prozent die Handlungen und Denkweisen deiner Vorbilder (Mutter, Vater, Geschwister, Lehrer…). Und auch die Erfahrungen welche du gemacht hast, setzten sich tief in deinen Glaubenssätzen fest. Schlechte Erfahrungen bleiben leider schneller und fester hängen als positive, weil sie mit einem starken Gefühl von Angst besetzt sind. Und Angst wollen wir ja instinktehalber vermeiden. Es gibt immer zu einem bestimmten Glaubenssatz eine bestimmte Erfahrung, ein bestimmtes Erlebnis, welches ihn völlig festgefahren hat. Sicher gibt es noch viele kleine Situationen, die damit in Verbindung stehen, aber bei einem hat es „Klick-Abgespeichert“ gemacht. Und genau bei diesem setzen wir heute an.

Als Vorarbeit suchst du dir einen bestimmten Glaubenssatz aus, den du ins Positive ändern möchtest. Es ist egal was. „Ich bin nichts wert“, „Ich bin arm“ „Ich bin müde“, „Ich bin schwach“, „Ich bin ängstlich“, „Ich bin alleine“, „Ich bin immer krank“…

Dann setze dich gemütlich hin und fange an ruhig und tief zu atmen. Tiefe Bauchatmung. Werde ganz ruhig und entspanne dich. Nimm dir genug Zeit, um alles Unnötige in deinem Kopf wegzuatmen und finde deine innere Stille dadurch.

Dann stellst du dir dieses eine Erlebnis, welches so tief und fest deinen Glaubenssatz geformt hat, vor. Hole es dir bildlich vors innere Auge. Nimm dir deine Sinne dazu. Was hast du gehört? Was hast du gerochen? War dir kalt oder warm? Wie lief alles genau ab und was hast du gesagt? Was hast du getan? Und vor allem, hole dir deine Gefühle hinzu. Was hast du gefühlt? Grabe alles hervor, was du schon so lange verdrängt hast. Wo saß die Angst? Wo die Wut? Wie hast du dich gefühlt? Lass es zu und lass die Gefühle dich übermannen. Es ist gut so.

Und dann

gibst du deinem Geist und Körper ein Signal, dass dich von dem Gefühlschaos hervorholt. Das kann ein Stubser sein, ein Schnipsen, egal was, nur signalisiere dir, dass du jetzt beginnst den Glaubenssatz zu ändern. Du startest nun, dir diese Szene in den wunderschönsten Farben auszumalen. Alles wird lebendig und mit strahlender Energie durchflossen. Und das Erlebnis ändert sich, du stellst dir vor, wie die Situation wunderbar für dich ausgeht. Alles positiv verläuft. Genauso wie du es haben möchtest. Binde deine Sinne wieder mit ein. Und vor allem wieder deine Gefühle. Rufe die Freude und das Glück. Wo fühlst du sie? Was an dieser Szene macht dich glücklich? Wandle diese eine Szene in etwas Wunderbares um, etwas was du immer und immer wieder erleben möchtest!

Und dann öffne deine Augen und ruhe noch ein wenig. Du hast angefangen deinen Glaubenssatz umzuformen, dass kann sich ein wenig komisch anfühlen. Wenn du das Gefühl hast, es geht dir gut, dann stelle dich wieder deinem Alltag. Du wirst sehen, wenn du in Situationen kommst, in denen dein alter Glaubenssatz gewirkt hat, kommen neue  Gedanken. Gedanken die genau das Gegenteil zu dir sagen. Fokussiere dich auf diese und lasse die alten, ängstlichen im Dunkeln.
Je mehr Erfahrungen und Erlebnisse du umänderst und je mehr du dich auf die neuen, positiven Gedanken fokussierst, desto schneller und effektiver wird dein Glaubenssatz geändert. Lass dir aber Zeit und ändere nicht in einem kurzen Zeitraum so viel wie möglich. Dein Leben und deine Art zu denken wird auf den Kopf gestellt, dafür braucht man Zeit und Ruhe.

Warum wirkt diese Übung?
Weil dein Geist und dein Unterbewusstsein, wo deine Glaubenssätze sitzen, nicht von Visualisation (Vorstellung) und Realität unterscheiden können. Sie empfinden das für wahr, worauf man sich fokussiert und starke Gefühle hegt. Der Glaubenssatz wird durch Emotionen geformt.  Wenn du einen Glaubenssatz ändern möchtest, dann ändere die Emotion dazu.

Es kann sein, dass du deine Änderung im Geiste körperlich spürst. Sei es eine kleine Verkühlung oder der Bauch meldet sich, dies ist vollkommen in Ordnung, der Körper möchte Altes auch loslassen. Körper und Geist sind eins. Sie reagieren immer aufeinander.

Ich hoffe ich konnte euch mit dieser kleinen Übung, bzw Meditation einen Weg zeigen, in ein  neues Leben zu starten.

Schreibt mir doch eure Erfahrungen hierzu in die Kommentare oder per Mail! Auch wenn ihr Fragen habt, einfach kontaktieren, ich bin für euch da!

Ich drück euch

Eure Anna

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar