Deine letzen 60 Minuten

…in denen sich klärt, was dir wirklich wichtig ist.

Heute beim Meditieren traf mich eine Frage tief in der Seele : „Wenn ich wüsste, dass die Welt in 60 Minuten nicht mehr existiert, was würde ich in diesen letzten 60 Minuten machen?“

Vielleicht fragst du dich, warum mich solche eine Frage beschäftigt 🙂 Naja, einerseits denke ich viel über das Leben nach und andererseits habe ich mir vor langer Zeit den Film „Knowing – Die Zukunft endet jetzt“ mit Nicolas Cage angesehen. Das ist sicher aber schon mindestens ein halbes Jahr her.
Für alle, die diesen Film und seine Handlung nicht kennen, reiß ich sie kurz herunter:
Es handelt von einem Vater, der durch Zufall auf ein Zahlenrätsel stößt, dass seine Neugierde weckt und er versucht es zu lösen. Nach und nach findet er das genau Datum des Weltunterganges heraus. Nur er weiß davon. Und es gibt nichts was es verhindern könnte. Sein Sohn wird von Aliens gerettet (jaaaa jetzt wird’s vielleicht ein bisschen schräg…), doch der Vater muss auf der Erde zurück bleiben. – Alleine schon diese Abschiedsszene ließ mich minutenlang weinen
Ja, und dann stand der Vater alleine im Wald und hatte nur mehr ein paar Minuten Zeit, bevor die Welt untergehen wird. Und schon damals fragte ich mich, was ICH mit diesen letzten Minuten tun würde, wenn ich wüsste, dass der Tod für mich und alle anderen Lebewesen unausweichlich sein würde.

Und auch heute hat mich diese Frage wieder eiskalt erwischt. Wie würde ich meine letzten 60 Minuten verbringen? Was wäre mir jetzt noch wichtig? Mit welchen Menschen würde ich sie verbringen? Oder würde ich lieber alleine sein wollen?

Wenn ich so darüber nachdenke, wird mir klar, welche Menschen mir wirklich von ganzem Herzen wichtig sind. Doch was sagt man? Liegt man in den Armen dieser Menschen? Versichert man sich und ihnen immer wieder wie sehr man sie liebt? Möchte man sie überhaupt noch ein letztes Mal sehen? Oder will man sie so in Erinnerung behalten wie sie waren? Fröhlich und liebevoll, nicht verängstigt und panisch.
Und vor allem – bereut man etwas? Oder ist man wirklich nur darauf fokussiert Abschied zu nehmen und in der Gegenwart seiner Liebsten zu sein?

Für mich steht eines fest – ich würde mit meinen wichtigsten Menschen Hand in Hand, Arm in Arm, meinen Hund und meine Katze an der Brust in der Natur mit Blick auf diese wunderschöne Welt meine letzten Momente verbringen wollen. Ich weiß nicht, ob es in dieser Gefühlslage möglich ist, aber zusammen an all die wunderbaren Momente denken, die man gemeinsam hatte. Ja, so würde ich meine letzten Minuten gestalten.

Und du? Wie würdest du Abschied nehmen?


Ich kann mir vorstellen, dass du dich jetzt fragst, warum so ein emotionales Thema hier auf meinem Blog zu finden ist. Schließlich soll es ja um das Glück und ums glücklich sein gehen.
Doch genau solche Fragen öffnen uns für das Wichtige im Leben, das was DIR wichtig und lieb ist, worum es sich zu LEBEN lohnt. Denn was dir wichtig ist, dass macht dich glücklich. Und emotionale Fragen kitzeln all das aus dir heraus. All die Dinge, an die du vielleicht nie denken würdest.
Fragen zum Leben und ja auch zum Tod sind furchtbar essentiell, um sich ein Leben in Glück aufzubauen, denn nur durch diese wirst du dir bewusst wie und mit wem du dein Leben verbringen willst.

Also, trau dich darüber nachzudenken und wenn du Tränen in den Augen hast, ist das völlig in Ordnung, es zeigt dir nur, dass es für dich sehr wichtig ist.

Ich drück dich ganz fest!
Deine Anna

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