Die Würfel sind gefallen…

Ich bin eingesperrt. Rund um mich sind dicke Wände. Es gibt kein Fenster, keine Türe und auch kein Loch oder Ähnliches, durch das ich flüchten könnte. Eine einzelne Fackel erhellt den kleinen Raum und zeigt mir meine Aussichtslosigkeit. Ich bin gefangen und niemand kann mich retten…

Was nach einem Traum klingt, ist leider oft die bittere Realität. Wir fühlen uns gefangen. Gefangen in einem Leben, das uns nicht gefällt, uns nicht zufriedenstellt und uns nur wenige Augenblicke des Glücks beschert. Wir fühlen uns ausgelaugt und müde. Träumen von einem besseren, leichteren Leben und verwünschen die jetzige Realität. Versuchen wir etwas zu ändern, scheitern wir an banalen Dingen, oft auch an dem Gedanken nicht egoistisch sein zu wollen. Da gibt es ja den Partner oder die Partnerin, die Kinder, den guten Job mit einigermaßen guter Bezahlung. So etwas gibt man nicht einfach auf, das habe man sich ja hart erarbeitet.
Vielleicht werden wir auch mit Sätzen, wie „Sei zufrieden mit dem was du hast, es gibt genügend Menschen denen geht es nicht so gut“ oder „Das Leben ist kein Ponyhof“ konfrontiert.

Und so akzeptieren wir die Situationen, stellen uns selbst als zu egoistisch dar und versuchen das bisschen was wir haben zu leben, bis wir sterben.
Und dann trifft es uns am Sterbebett wie ein Schlag „Geht es so zu Ende?“, „Habe ich richtig gelebt?“ „War’s das?“

Leider wachsen wir mit der Einstellung auf, das Leben sei hart, erbarmungslos und unveränderbar. Da gebe es ja dieses Schicksal und die Vorbestimmung oder auch die Strafe Gottes…
Die Würfel fallen zu Beginn des Lebens und so wie sie fallen, ja so müssen wir leben. Manche bekommen einen Pasch und schwelgen in Reichtum, Liebe und Glück, andere haben kein gutes Spielerhändchen und die Würfel zeigen verschiedenste Augen…

Die Würfel sind gefallen….

Und doch, ja doch da regt sich immer wieder eine kleine, leise Stimme. In unseren „schwachen“ Momenten seufzt sie uns zu „Da gibt es mehr“.

Und sie hat Recht. Diese kleine, piepsige Stimme, dieses Stimmchen, das sich rührt, wenn wir alles verfluchen und uns eine Veränderung wünschen. Wenn wir alles hinschmeißen wollen und endlich LEBEN wollen, dann ergreift sie ihre Chance und meldet sich. Leider hat sie aber oft zu wenig Power um uns wachzurütteln und um uns die Initiative ergreifen zu lassen.

Egal wie ausweglos es sich gerade anfühlt, egal wie deprimierend die Situation gerade ist, egal wie schlimm es sich anfühlt, es ist zu ändern!

Denn
es gibt eine Person, die über dein Leben bestimmt und das bist DU!

Du allein bist verantwortlich für dein Leben, für dein Glück, deine Niederlagen, dein Umfeld, deine Mitmenschen und für deine Taten. Verabschiede dich von der Illusion jemand anderer habe die Fäden in der Hand. Du bist es der bestimmt wie es abläuft und ob du dein Leben lebst oder es verträumst.
Ergreife die Initiative und fange an zu leben! Mach das was dir gut tut, verwirkliche deine Träume und sei immer wieder mal egoistisch!
Höre auf zu jammern und setzte deine Idee deines Lebens in die Tat um.

Ändere dein „War’s das?!“ in ein „Danke, das war’s“.

Wenn diese kleine Stimme immer wieder auf sich aufmerksam macht und du dein altes Leben, welches dir absolut nicht gefällt, hinter dir lassen möchtest, dann begleite mich ein Stück und ich zeige dir Wege, wie du deine Ideen umsetzen kannst, du Träume verwirklichst, du glücklich bist und endlich lebst!

…und ich sitze in dem kleinen Raum und starre die Fackel an. Hoffnungslosigkeit überflutet mich und ich fange an zu weinen. Es sind Tränen der Mutlosigkeit, der Verzweiflung und auch Wut. Wut darüber, dass ICH hier gefangen bin. Und als meine Augen keine Träne mehr übrig haben, blicke ich gen Himmel. Ein Lächeln huscht mir übers Gesicht und dann fange ich an zu lachen. Voller Freude beginne ich, die Wände hoch zu klettern. Euphorie und Glückseligkeit leiten meine Hände und Füße, Wille und Tatendrang halten meine Finger und Zehen an den Spalten fest, so dass ich nicht abrutsche.

Immer weiter klettere ich hinauf. Angst kenne ich nicht mehr, mein Gesicht ist dem Licht zugewandt, dass von weit oben durch ein geöffnetes Fenster hereinsickert.

2 Kommentare
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    Eva-Maria Gruber

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    Liebe sassi, gratuliere zu deinem gelungenen blog! Texte die zum nachdenken zwingen, gaanz lange im köpfchen nachschwingen 🙃 und mit Sicherheit den einen oder anderen nerv treffen! Freu mich auf ganz viele lebensbejahende worte von dir!!🌞🌈🦋 danke, die eva

    • Anna

      Anna

      Liebe Eva! Tausend dank für deine schönen und ehrlichen Worte! Ich drück dich ganz fest!!! <3

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