Happy Stories

5 Geschichten zum Nachdenken, Nachfühlen und Motivieren

Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich bin ein riesiger Fan von Geschichten. Die Liebe dazu habe ich auch in meinem Erwachsenenalter nicht verloren und es gibt so viele tolle Erzählungen zu jedem einzelnen Thema, also habe ich mir gedacht, ich erstelle heute einen Beitrag mit einzelnen Geschichten. Sie zählen alle zu meinen Lieblingsgeschichten und zu jenen, die mich tief berührt haben, die in mir etwas bewegen konnten… Vielleicht schaffen sie es auch bei dir?

Ich wünsche dir viel Freude und Gefühl beim Lesen!

Der alte Zen-Meister

Einige Suchende kamen zu einem alten Zen-Meister. Sie fragten ihn: «Was tust du um glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gerne so glücklich wie du.» Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: «Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich, und wenn ich esse, dann esse ich.» Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Schließlich platzte einer heraus: «Bitte treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?» Es kam die gleiche Antwort: «Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich, und wenn ich esse, dann esse ich.» Die Unruhe und den Unmut der Suchenden spürend, fügt der Meister nach einer Weile hinzu: «Sicher liegt auch ihr und ihr geht auch und ihr esst. Aber während ihr liegt, denkt ihr schon ans Aufstehen. Während ihr aufsteht, überlegt ihr, wohin ihr gehen werdet, und während ihr geht, fragt ihr euch, was ihr essen werdet. So sind eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo ihr gerade seid. Das eigentliche Leben findet aber nur im gegenwärtigen Augenblick statt. Lasst euch auf diesen Augenblick ganz ein und ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein.

Diese Geschichte habe ich hier gefunden.

Der alte Mann und das Pferd

Es war einmal ein armer Mann, der in einem Dorf wohnte. Dieser Mann war sehr arm, aber er besaß ein Pferd, das so exquisit war das selbst Könige es ihm abkaufen wollten, zu jedem Preis. Doch der Mann lehnte immer wieder ab.
Doch plötzlich eines Morgens stellte er fest, dass das Pferd verschwunden war. Alle Menschen aus dem Dorf versammelten sich um ihr Mitgefühl auszudrücken.
Sie sagten: „Oh, was für ein Unglück, was hättest du für ein Vermögen mit diesem Pferd verdienen können und man hat dir dafür so viel geboten! Aber du warst ja leider zu dickköpfig und zu dumm. Jetzt ist das Pferd weg. „
Aber der alte Mann lachte nur und sagte: “ Ach redet doch keinen Unsinn:  Alles was man darüber sagen kann ist, dass das Pferd jetzt nicht mehr in seinem Stall ist.  Lass also die Zukunft kommen dann wird man sehen was ist.“
Und dann nach wenigen Tagen kehrte das Pferd plötzlich zurück in seinen Stall. Und nicht nur das, es brachte eine ganze Herde wilder Pferde aus dem Wald mit.  Und wieder versammelte sich das ganze Dorf und sie sagten: „Unglaublich, der alte Mann hatte Recht sein Pferd ist tatsächlich zurückgekommen und es hat auch noch ein ganzes dutzend tolle Pferde mitgebracht. Jetzt kann er so viel Geld verdienen, wie er will.“  Und sie gingen zu dem alten Mann und sagten: „Oh es tut uns leid, wir konnten das ja nicht voraussehen und die Wege Gottes verstehen, aber du bist unglaublich. Du hast es wohl irgendwie geahnt. Vielleicht kannst du sogar die Zukunft voraussehen.“
„So ein Quatsch.“ sagte der alte Mann nur.  „Ich weiß nur, eins: Nämlich, dass das Pferd mit einer ganzen Herde Pferde zurückgekommen ist und was morgen geschehen wird, das weiß nur der liebe Gott.“  
Und schon ein paar Tage später geschah es, das der einzige Sohn des Mannes, der die neuen Pferde zu reiten wollte, dabei vom Pferd fiel. Er brach sich dabei seine Beine so schwer, das er fortan wohl nicht mehr würde richtig laufen können. Die Menschen kamen wieder zu dem alten Mann und sagten: „Du hast recht gehabt. Man weiß nie.  Die Sache mit den Pferden hat sich als ein als ein Fluch erwiesen. Da wäre er besser gewesen wären die Pferde überhaupt gar nicht erst gekommen. Nun wird ein Sohn für sein Leben lang verkrüppelt sein.“
Aber der alte Mann sagte wieder nur: „Nicht so voreilig. Wartet ab! Man wird sehen was geschieht. Man kann nämlich nur eines darüber sagen nämlich, dass mein Sohn sich sein Bein gebrochen hat. Das ist alles.“
Einige Wochen später ergab es sich das in dem Land ein Krieg ausbrach und alle die jungen Männer des Dorfes von der Regierung zwangsweise eingezogen wurden. Nur der Sohn des alten Mannes durfte zu Hause bleiben, weil er für den Krieg untauglich war.
Und wieder versammelten sich alle Menschen des Dorfes und klagten: „Unsere Söhne sind fort und du hast wenigstens noch deinen Sohn. Er mag zwar sein Bein gebrochen haben, aber er ist bei dir. Unsere Söhne sind fort und der Feind ist vielleicht viel mächtiger. Wahrscheinlich werden sie alle sterben. Jetzt werden wir niemand haben, der sich im Alter um uns kümmert. Aber du hast ja noch deinen Sohn. Er wird bestimmt wieder gesund.“
Doch der alte Mann sagte wieder nur: „Man kann darüber nur eins sagen: Eure Söhne wurden eingezogen. Mein Sohn ist hier geblieben. Daraus folgt jedoch gar nichts.“

Im Garten des Königs

Es war einmal ein König. Eines Tages ging der König in seinen Garten. Und als er in den Garten kam fand er dort nur welkende und sterbende Bäume, Sträucher und Blumen.
Der König ging zu einer Eiche fragte was geschehen sei?  
Die Eiche sagte, sie würde sterben, weil sie nicht so hoch werden könne wie die Tanne.
Als der König sich nun einer Tanne zu wandte, ließ diese nur ihre Zweige hängen, weil sie keine Trauben tragen könnte wie der Weinstock.
Und auch der Weinstock lag im Sterben, weil er nicht blühen konnte wie die Rose.
Doch endlich entdeckte der König das wilde Stiefmütterchen. Das wilde Stiefmütterchen war blühend und frisch, wie eh und je. 
Der König fragte das Stiefmütterchen warum es als einziges nicht im Sterben lag?
Auf seine Frage erhielt er folgende Antwort: „Für mich war klar, dass du ein Stiefmütterchen haben wolltest, als du mich einpflanztest. Hättest du eine Eiche, einen Weinstock oder eine Rose gewollt, hättest du eine Eiche, einen Weinstock oder eine Rose gepflanzt. Deshalb dachte ich: Da du mich hier eingepflanzt hast, sollte ich mein Bestes geben, um deinem Wunsch zu entsprechen. Und da ich ohnehin nichts anderes sein kann, als ich bin, versuche ich dies nach besten Kräften zu sein.“

Diese zwei Geschichten habe ich hier gefunden.

Die Geschichte von den zwei Wölfen

Ein alter Indianer sitzt mit seiner Enkelin am Lagerfeuer und erzählt ihr folgende Geschichte:
„In jedem von uns tobt ein Kampf zwischen 2 Wölfen.
Der eine Wolf ist böse.
Er kämpft mit Neid, Eifersucht, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Lügen, Überheblichkeit, Egoismus und Missgunst.
Der andere Wolf ist gut.
Er kämpft mit Liebe, Freude, Frieden, Hoffnung, Gelassenheit, Güte, Mitgefühl, Großzügigkeit, Dankbarkeit, Vertrauen und Wahrheit.
Das kleine Mädchen schaut eine zeitlang ins Feuer, dann fragt es:
„Und welcher der beiden Wölfe gewinnt?“
Der alte Indianer schweigt.
Nach einer ganzen Weile antwortet er:
„Der, den du fütterst.“

Meine absolute Lieblingsgeschichte fand ich hier.

Der Seestern

Ein furchtbarer Sturm kam auf. Der Orkan tobte. Das Meer wurde aufgewühlt und meterhohe Wellen brachen sich ohrenbetäubend laut am Strand.
Nachdem das Unwetter langsam nachließ, klarte der Himmel wieder auf. Am Strand lagen aber unzählige von Seesternen, die von der Strömung an den Strand geworfen waren.
Ein kleiner Junge lief am Strand entlang, nahm behutsam Seestern für Seestern in die Hand und warf sie zurück ins Meer.
Da kam ein Mann vorbei. Er ging zu dem Jungen und sagte: “Du dummer Junge! Was du da machst ist vollkommen sinnlos. Siehst du nicht, dass der ganze Strand voll von Seesternen ist? Die kannst du nie alle zurück ins Meer werfen! Was du da tust, ändert nicht das Geringste!”
Der Junge schaute den Mann einen Moment lang an. Dann ging er zu dem nächsten Seestern, hob ihn behutsam vom Boden auf und warf ihn ins Meer. Zu dem Mann sagte er: “Für ihn wird es etwas ändern!”

Diese Geschichte fand ich hier.

Diese Geschichte hat mich schlussendlich dazu motiviert, diesen Blog zu errichten und mit meinem Wissen Menschen zu inspirieren. Ich weiß, ich kann nicht jeden helfen ein glückliches Leben zu erbauen, aber wenn nur ein kleiner Satz, ein Wort einem Menschen da draußen hilft, seine eigene kleine Welt und damit unsere zu verbessern, dann habe ich erreicht, was ich wollte.
Glück steht uns allen zu, genauso wie Liebe und Freude. Mein Wissen zu teilen kostet nichts, jedoch kann es bei jemanden zu einem reichen Leben führen.

Eure Anna

2 Kommentare
  • Avatar

    Eveline

    Antworten

    Liebe Anna, wieder einmal hast du uns durch wunderbare Geschichten zum Nachdenken angeregt. Ich finde sie alle wundervoll aber der Seestern ist mein Favorit.
    ❤️Herzlichst Eveline ❤️

    • Anna

      Anna

      Liebe Eveline! Danke, ich finde die Geschichten einfach so wundervoll, weil jeder etwas anderes hineininterpretieren kann und für sein eigenes Leben ummünzen könnte.
      Ich drück dich ganz fest!
      Deine Anna

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