Ich miste mein Wohnzimmer aus

Weg mit all dem Plunder, den sowieso niemand braucht und einem nur die Luft nimmt! Ich habe an einem Tag radikal mein Wohnzimmer ausgemistet. Wie es mir dabei ging? Wie es jetzt aussieht? Und warum ich das ganze überhaupt gemacht habe? Weiterlesen 😉

Ich höre gerade Weihnachtslieder – du weißt schon, die richtig genialen Lieder, wie „Last Christmas“, „All I want for christmas“ und „Driving home for christmas“ während ich in meinem Wohnzimmer sitze und glückselig meine Arbeit betrachte. Stundenlanges ausmisten und umstellen haben sich bezahlt gemacht! Ich fühle mich pudelwohl! Und irgendwie freier…

Alles fing eigentlich damit an, dass ich ein furchtbarer Mensch bin – in der Hinsicht nichts wegschmeißen zu können (ist wohl einerseits ein Leiden der Kindergärtnerinnen – man weiß ja nie für was man Styroporkügelchen, Pappkarton, Glitzersterne und Moos alles brauchen kann…) und andererseits weil ich echt faul bin. Bzw. ich andere Sachen einfach lieber mache als aufräumen und ausmisten. Aber ich denke, da bin ich nicht alleine 🙂

Irgendwann bemerkte ich aber, dass mir irgendwie die Luft fehlte. Ich fühlte mich in meinem Wohnzimmer nicht mehr wohl. Eingeengt und bedrückend empfand ich mein Zimmer, in dem ich mich eigentlich am meisten aufhielt… Also beschloss ich reinen Tisch zu machen und aufzuräumen… Das war im Frühling 😉 Und naja was soll ich sagen, so ganz klappte es nicht mit wegschmeißen und neu organisieren. Zu viele liebe Erinnerungen kamen mir in den Sinn, mein Pädagoginnen-Sinn (jaaaa nichts wegschmeißen, man weiß ja nie…) stand im Weg und auch irgendwie spürte ich auch nicht den Spirit.

Und so zog der Sommer ins Land und machte dann den Herbst Platz. Und der Herbst verabschiedete sich und ich saß immer noch in meinem vollgestopften Wohnzimmer und wartete darauf, dass Heinzelmännchen die Arbeit verrichteten. Doch irgendwie kamen sie nicht und ich musste mich wohl oder übel mir selbst stellen – ich wollte Platz, Luft, endlich Wohlfühlen. Und so fällte ich an einem Samstag endlich die Entscheidung – ich geb´s auf und mach endlich das was ich machen will! Ich miste radikal aus! Weg mit dem inneren Schweinehund, der mir einredete, andere Sachen wären jetzt wichtiger, es wäre nicht so schlimm und außerdem warum?

Ich suchte mir 3 Umzugskisten und schmiss alles hinein, was nicht in irgendeiner Form nützlich wäre – und glaubt mir da gab es so einiges. Von alten Büchern, die ich nie bzw. nur einmal gelesen habe und mir niemals einen Leseorgasmus beschert hatten, über altes, kaputtes Dekomaterial (die Pädagogin in mir schrie auf, doch ich blieb hart), Bastelutensilien, die ich niemals benützen würde (keine Ahnung woher die Sachen kamen…) und ja auch Dinge, mit denen ich eine tiefere Verbindung hatte – kleine Aufmerksamkeiten, die im eigentlichen Sinne doch nur Staubfänger sind oder in einer Schachtel vor sich hin modern. Bilder, die ich nie aufgestellt hatte und noch so einiges. Ich hoffe du bekommst jetzt nicht einen schlechten Eindruck von mir – ich liebe kleine Geschenke, doch sind wir uns mal ehrlich – irgendwann werfen wir doch alles weg, was nicht wirklich einen großen Wert für uns hat (egal ob materiell oder mental). Naja und so wurde mein Berg an Recyclingmaterial immer größer und das was bleiben durfte immer kleiner. Und je mehr in den Umzugskisten landete, welche ihre letzte Reise im Bauhof bald antreten würden, desto freier fühlte ich mich. Ja ich war sogar erstaunt darüber, wie viel Spaß mir das Ganze machte. Sogar mein Hund und meine Katze liefen kreuz und quer herum, wo sie wohl eher meine Arbeit behinderten als unterstützen. Malou trollte sich von einer Kiste in die andere und verringerte dadurch den Platz in ihnen und Happy wälzte sich in den Naturmaterialien und machte so noch mehr Sauerei als es eigentlich war…

Nach einer Stunde des harten Ausmistens, beschloss ich auch noch ein wenig die Möbel umzustellen. Um so alles etwas heller und freundlicher zu gestalten. Vor allem meinen Schreibtisch wollte ich aufräumen und so gestalten, dass alles gut zugänglich ist und mehr oder weniger perfekt organisiert. Ich bin ja doch oft am PC, egal ob für meinen Blog oder im Network Marketing und so ist ein schöner Arbeitsplatz ein absolutes MUSS!
Ganz nebenbei beschoss ich auch, all meine Hobbies und Leidenschaften zum Ausdruck zu bringen! So fand ich für meine absoluten Lieblingsbücher einen Platz und auch für meine persönliche Entwicklung schaffte ich Raum. Kleine, schlichte Dekomaterialien durften bleiben und ich setzte viel auf kleine Lichtquellen, vor allem weil es ja jetzt doch recht früh dunkel wird und ich Kerzen liebe. Ich hatte endlich wieder ein Farbkonzept in meinem Wohnzimmer – grau und rosé. Ich beschloss sogar mir einen Teppich zuzulegen, trotz Hund (die Hundehalter wissen wovon ich spreche…)

Nach einem ganzen Nachmittag fiel ich müde und unendlich glücklich auf mein Sofa und betrachtete mein Werk. Hund und Katze hatten es endlich aufgegeben Wegwerfmaterial durch die Wohnung zu zerren und relaxten neben mir.
Ich spürte kurz in mich hinein und bemerkte wie frei ich mich fühlte und soooo stolz! Endlich hatte ich es geschafft! Das Wohnzimmer wirkte 5x größer und es war einfach Saskia Ann. Ich fühlte mich förmlich in dem Zimmer.

Und genau so soll es ja auch sein. Deine Wohnung, die einzelnen Zimmer sollen dich, deine Famile, eure Ziele und euer Leben wiederspiegeln. Und vor allem soll man sich wohlfühlen. Gerne nach Hause kommen (und wir reden hier nicht von Wäschebergen oder Staub, der sich auf den Regalen ansammelt), nein ich rede von einer wunderbaren Atmosphäre, heimelig und energiereich!

Und mal ganz ehrlich – es fühlt sich einfach mega geil an, Altes loszulassen, wegzuwerfen, sich davon zu trennen, abzuschließen und so Platz für Neues zu haben! Dein Außen spiegelt auch immer dein Inneres wieder, also ist so ein ausmisten (seelisch und in der Umwelt) schon richtig mega!

Und für all die Neugierigen jetzt unter euch – hier gibt es jetzt noch ein paar Bilder, wie mein Wohnzimmer jetzt aussieht. Die Vorher-Bilder erspar ich euch 😉

Vielleicht ermuntert es dich ja jetzt auch, ein wenig auszumisten und loszulassen. Glaub mir, solche Aktionen wirken Wunder und sind definitiv wichtig! Unterschätz mir solchen Arbeiten nicht!

Als nächstes steht bei mir die Ausmistung des Kleiderschrankes auf dem Plan. Wahnsinn, was sich da alles zusammensammelt 🙂

Ich drück euch und wünsche euch einen wunderschönen Adventabend!
Eure Saskia Ann

Kerzen, ich liebe Kerzen ;)
Wie gesagt – I love candles 🙂
Bilder sind bei mir in der Wohnung ein Must-Have. Überschaubar, passend zu dem Raum und aussagekräftig!
Kleine Dekostücke, die mich wiederspiegeln. Liebe zu Mensch und Tier und auch zu mir selbst ist für mich ein wichtiger Wert in meinem Leben!
Neues Lieblingsstück meines Hundes – der Teppich 🙂
Natur. Auch in den 4Wänden. Ich mag keine herkömmlichen Adventkränze – heuer sieht er so aus.
Platz für das was mir wichtig ist – Bücher, Weiterbildung, neue Welten…
Jaja, der Teppich 🙂
Chill-Lounge 🙂
Die Aussicht von dem Sofa, man beachte bitte meine Weihnachtssocken 😉
Mein Arbeitsplatz
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