SelfLove.SelfAwarness.SelfConfidence

Wie das Modeln meine Sicht auf mich Selbst veränderte.

An eine Modelkarriere hatte ich nie gedacht. Klar, ich kannte Sendungen wie „Germany´s next Topmodel“ oder unglaubliche Stories, wo Mädels über Nacht zu Super-Models wurden. Für mich war aber auch der Beruf nicht anstrebsam. Ich sah nicht wirklich eine Genugtuung darin.
Außerdem muss ich zugeben, dass ich mich zwar hübsch fand, aber nie wirklich als jemanden, der ausdrucksstark und außergewöhnlich schön war.

Lustigerweise haben ich und meine Schwester, immer wieder Projekte auf die Beine gestellt, wo wir uns verkleideten und abfotografierten. Es machte uns unglaublich Spaß. Und ich war so fasziniert davon, dass ich meine Diplomarbeit im Fach Zeichnen mit einem Fotoprojekt absolvierte. Und ich war mächtig stolz auf mich. Zu diesem Zeitpunkt habe ich auch gemerkt, dass man mit Fotos unglaublich viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte. Zuerst war mir das mega unangenehm, doch dann merkte ich, dass diese Aufmerksamkeit und diese „Boah, das bist echt du?“ zusagten. Es gab mir ein Gefühl von Selbstbewusstsein und Stärke, die ich vorher nicht gekannt hatte.

Mein allererstes Shooting mit einem Profi 🙂 Damals war ich 20 Jahre. Foto&Bearbeitung: Thomas Effinger (MUC)


Und durch Zufall – ja ich weiß es gibt keine Zufälle, aber damals war es für mich einer, mein Bewusstseinsgrad ging eben nicht weiter… kam ich auf Facebook in eine Model und Fotografen Gruppe in Salzburg.
Und so fing das Ganze dann auch richtig an.

Ich bekam Anfragen zu Shootings, lernte unglaublich viel (über mich, meinen Körper, der Fotografie und andere Menschen). Vieles davon war positiv, aber genauso einiges auch – ja man kann sagen, im Nachhinein betrachtet, hätt ich diese Erfahrungen nicht gebraucht, negativ.
Man kommt mit fremden Menschen zusammen, braucht einiges an Vertrauen und Menschenkenntnis und ja ich bin auch manchmal verarscht worden. Leider. Von keine Fotos bekommen, bis hin zu Geldbetrug war einiges dabei 🙂 Aber alles halb so schlimm, denn das Modeln bzw. vor der Kamera stehen hat mein Leben um so vieles bereichert!

ICH HABE UNGLAUBLICH TOLLE MENSCHEN KENNEN GELERNT!


Und mit vielen hab ich immer noch Kontakt. So tolle Menschen, die ich ohne das Fotografieren nie kennen gelernt hätte! So viele Impulse und Ideen, Inspirationen von anderen Menschen. Einfach herrlich! Egal ob Fotograf oder Model oder Visagistin, ich habe viele fest ins Herz geschlossen und möchte ihre Beziehung zu mir nie missen! Love u 🙂

Homeshooting mit der lieben Nicole Reinhold aka Charakterherz (Traunstein) /2017

Foto&Bearbeitung: Nicole Reinhold /2019

Foto&Bearbeitung: Nicole Reinhold /2019


ICH HABE GESEHEN, DASS FOTOGRAFIEREN MEHR IST ALS NUR AUF DEN AUSLÖSER DRÜCKEN!

Oh Mann, da steckt einiges an Wissen und Equipment dahinter. Von mir immer Hut ab über den Skill den die Fotografen da mitbringen. Ich steig ja schon beim manuellen einstellen am Handy aus 😉

Homeshooting mit Georg Haaser /2014


VOR ALLEM ABER HAB ICH SO VIEL ÜBER MICH SELBST GELERNT!

Es ist ein eigenartiges Gefühl vor der Kamera zu stehen und sich von jemanden fotografieren zu lassen. Vor allem, wenn man absolut keine Ahnung von dem hat, was man da macht bzw wie das ganze dann am Foto aussieht. Es braucht dann schon ein ganzes Stück an Selbstbewusstsein. Das hatte ich am Anfang echt recht wenig. Doch mit jedem Shooting wuchs die Erfahrung. Ich lernte was einfach beschissen aussah und was sich richtig gut auf den Fotos machte. Ich lernte aus mir herauszukommen, nicht nur den Körper zu bewegen und in Pose zu stellen, sondern auch das Gesicht mit dazu zunehmen. Und natürlich half mir auch die angenehme Atmosphäre, die meine lieben Fotografen schufen.
Je mehr ich shootete, desto sicherer fühlte ich mich in meinem Körper. Das zeigte sich nicht nur auf den Bildern, sondern auch in meinem Alltag. Ich wurde selbstbewusster, selbstbestimmter und hatte einen viel besseren Zugang zu mir.

Erstes Shooting mit dem wunderbaren Richard Schnabler (SBG) /2013

letztes Shooting mit Richard Schnabler /2020


Warum aber schreibe ich nun diesen Blogeintrag, wo es doch hauptsächlich hier darum geht zu inspirieren und sich das Glück in sein Leben zu holen? Ich möchte euch damit animieren, über sich hinauszuwachsen, sich Dinge zuzutrauen, einfach mal zu machen und zu sehen, was daraus wird. Sich Zeit zu geben, um zu lernen, sich selbst kennen zu lernen.Auch mal mutig zu sein, über seinen Schatten zu springen und vielleicht ja eine Leidenschaft zu entdecken.

Dinge zu tun, die die Verbindung zu dir selbst stärken, dich in deinem Ganzen sein stärken. Zu sehen, dass du unaufhaltsam bist, wie wunderschön das Leben sein kann und was alles an Fähigkeiten in dir steckt! Egal was es ist. Mit Mut fangen die Schönsten Geschichten an, so sagt man doch oder?

Foto&Bearbeitung: Richard Schnabler /2019

Wie ich dieses Tier geliebt habe… Foto&Bearbeitung: Richard Schnabler, Visa: Karo Hrazdira /2015

Foto&Bearbeitung: Richard Schnabler /2019

Spaß am Set muss sein! Foto&Bearbeitung: Richard Schnabler /2020

Neben all den Posing Bildern wollte ich Movement Bilder haben. Ich sag euch, das war eine Überwindung vor jemanden zu tanzen. Hat aber mega Spaß gemacht! Foto&Bearbeitung: Richard Schnabler /2020

Foto&Bearbeitung: Nicole Reinhold /2018

Foto&Bearbeitung: Kurosch Borhanian Photography /2014

Foto&Bearbeitung: Dunkelbunt Photography
Das Shooting fand um 6.00 morgens statt, damit wir tolles Licht hatten.
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