Vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun…

Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.
(Evangelium nach Lukas 23:34)

Jetzt fragst du dich bestimmt, was ein Bibelzitat auf meinem Blog zu suchen hat. Wird das Ganze jetzt zu einer religiösen Plattform?!
Nein, natürlich nicht. Ich möchte die Bibel nicht bewerten, jeder soll an das glauben was er/sie will, aber ich finde manche Zitate daraus sind unglaublich gut für das wahre Leben umwandelbar.
So wie zum Beispiel das oben angeführte.
So weit ich mich noch an meinen Religionsunterricht erinnern kann, spricht Jesus diesen Satz als er gekreuzigt wird.
Zuerst mag man sich vielleicht fragen, wie wahnsinnig er doch gewesen sein muss, um so zu denken und es auszusprechen. Jemandem zu vergeben, der einem so viel Schmerz zufügt… Aber er (sollte es Jesus wirklich so in dieser Form gegeben haben) hat etwas erkannt, was uns noch verwehrt ist:

Liebe ist Vergebung und nur wer vergibt kann lieben.

Und diesen Satz finde ich unfassbar wichtig! Denn wie viel Last schleppen wir mit uns herum, nur weil wir nicht vergeben wollen. Ja ich rede von wollen, denn jeder kann vergeben. Je nach Schweregrad ist es natürlich leichter oder schwerer, ABER es ist eine Sache des Wollens und nicht des Könnens.

Allen voran stellt sich mir aber die Frage, was zuerst da war? Das Ei oder die Henne? Also wer der Schuldige an deinem ganzen Dilemma ist?
Natürlich ist es einfach jemand anderem die Schuld an etwas zu geben, einen Schuldigen auszusuchen und diesem dann den ganzen Hass spüren zu lassen. Nur kommt uns da das Gesetz der Anziehung in die Quere. Denn alles was du erlebst, jeden Menschen, jede Situation hast du angezogen. Daher bist in dem Ganzen Drama DU der- oder diejenige, dem die ganze „Schuld“ zufällt. Du hast durch deine Gedanken und deine Taten diese Situationen angezogen und nur du bist derjenige, den du dafür verantwortlich machen kannst.

Na? Nun sieht die Frage der Schuld und das einhergehende Vergeben schon ein wenig anders aus oder?
Kurz gesagt, demjenigen dem du vergeben sollst und musst bist DU!
Wenn du anfängst dir zu vergeben, dich selbst zu lieben, dann siehst du deine Mitmenschen, ja die ganze Menschheit in einem ganz anderen Licht!
Es gibt keine schlechten und guten Menschen. Niemand kann Menschen beurteilen. Es gibt immer einen Grund dafür warum Menschen so handeln wie sie es tun und du hast durch dein Denken Menschen angezogen, die so handeln wie sie es eben tun – egal ob es dir in den Kram passt oder nicht.
Änderst du dein Denken, ändern sich die Menschen in deinem Umfeld. Entweder kommen Neue oder die Gegenwärtigen ändern sich mit dir.
Aber nun wieder zurück zum Punkt:
Wenn wir beginnen uns selbst für alles verantwortlich zu machen, handeln wir anders. Ja wir leben viel bewusster. Wenn wir es endlich kapiert haben, dass jede Handlung eine gleichwertige hervorruft, dann achten wir darauf was wir sagen und tun! Und vor allem fangen wir an bedingungslos zu lieben. Denn dann hören wir auf Liebe an Bedingungen zu koppeln, weil wir Handlungen anderer nicht persönlich nehmen. Wir sehen sie und nehmen sie als Spiegel dessen, was wir noch an uns ändern wollen.
Wir sehen nicht mehr nur das Schlechte in anderen, sind vielleicht noch schadenfroh, wenn demjenigen etwas Schlechtes passiert – nein, wir beginnen anderen zur Seite zu stehen und sie zu unterstützen, weil wir wissen, dass wir nicht verletzt werden können, wir niemanden für schuldig erklären.

Du siehst also, Vergebung hat einen viel tieferen Sinn als eine Situation zu vergessen. Das ist es gewiss nicht. Du sollst nicht vergessen! All die Situationen sollst du dir ansehen und dann beginnen deine Gegenwart so zu ändern, dass dir solche Momente nicht mehr unter kommen bzw. du dich anders verhältst, als du es in deiner Vergangenheit getan hast.
Fange an zu begreifen, dass es kein Gut und Schlecht gibt. Es ist. Nicht mehr und nicht weniger.  Und wenn du beginnst dir zu vergeben, dann wirst du sehen, dass du auch keine Bewertungen mehr brauchst.

Das Ganze mag am Anfang vielleicht ein wenig hart klingen. Dennoch ist es der Schlüssel zu einem friedvollen und glücklichen Leben. Vor allem aber zu einem Leben in dem die Liebe an erster Stelle steht. Und so ein Leben wünsche ich mir für JEDEN EINZELNEN VON EUCH DA DRAUßEN!

Zum Schluss stelle ich dir noch eine Frage:

Bist du es dir wert Frieden zu finden?

Ich drück euch
Eure Anna

Ps: Wer einen Film zu Thema Vergebung sucht: „Die Hütte – Wochenende mit Gott“

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